Fatima-Kirchweih: seit 32 Jahren und nicht nur am 13. Mai

Die dritte Pilgerstätte in der Umgebung von Olesno ist, nach der St.-Anna-Kirche in Olesno selbst und der St.-Rochus-Kirche in Grodzisko, die Fatimakirche in Kolonia Łomnicka. Diese wurde in den Jahren 1957–1963 unter der Leitung von Pfr. Antoni Kaleja aus Dankbarkeit für die Bewahrung vor den Gräueln des des II. Weltkrieges errichtet.

Bis 1981 war die Kirche jedoch nicht sehr bekannt, denn den Charakter eines Pilgerortes erhielt sie erst als die originale Statue der Gottesmutter von Fatima im oben genannten Jahr hier eintraf. Gestiftet wurde sie von Richard Prestel aus der Pfarrei Ubstadt-Weiher in der Diözese Freiburg in Deutschland. Der Stifter der Statue pilgerte jedes Jahr nach Fatima und an andere Gnadenorte und wünschte sich eine Statue der Gottesmutter von Fatima in seiner Heimatpfarrei. Da sich hier bereits eine Darstellung der Himmelfahrt Mariens befand, schlug der damalige Pfarrer in Ubstadt-Weiher Reinhold Klein, der in den Jahren 1971-1979 Pfarrer in Wysoka war, die Figur der Gottesmutter von Fatima der Kirche in Kolonia Łomnicka zu übergeben.
Als die Sendung aus Lissabon im Mai 1981 in Warschau angekommen ist, wurde Sie von Pfr. Józef Mrocheń und Horst Pollok dort abgeholt. Nach einigen Schwierigkeiten bei der Abholung der Statue und wegen unterschiedlichen Meinungen in Bezug auf deren engültigen Aufbewahrungsort (Pfr. Kaleja wollte, dass die Figur nach Olesno gebracht wird), wurde die Statue am 19. August feierlich in die Kirche in Kolonia Łomnicka gebracht. Von dem Zeitpunkt an wurde die Kirche in Kolonia Łomnicka zur Pilgerstätte für viele Gläubige.
In den Wintermonaten (November bis April) finden hier seither an jedem 13. eines Monats Fatima-Andachten statt. In den Sommermonaten (Mai bis Okrober) werden diese jeweils am Sonntag nach dem 13. eines Monats abgehalten. Die Zahl der Pilger wächst von Jahr zu Jahr, wobei die meisten zur Kirchweih am 13. Mai kommen. An den zahlreichen Gottesdiensten nehmen nicht nur Mitglieder der Pfarrgemeinde teil sondern auch viele Gläubige aus dem gesamten Einzugsgebiet.
Die Einwohner besagen, dass die Gottesmutter ein kleines Wunder vollbracht hat: Kurz vor dem Eintreffen der Figur aus Fatima wurde die Straße von Wysoka nach Kolonia Lomnicka asphaltiert „damit die Gottesmutter leichter ankommt und auch die Pilger einen leichteren Weg haben.” Ein bis dahin „von der großen weiten Welt” abgeschnittenes Dorf wurde dank der Marienfigur aus Fatima zum bekannten Pilgerort. Zur Kirchweih treffen zur Zeit ca. 1000 ältere und/oder gebrechliche Menschen ein und es kommen 1000 weitere Personen (Kinder und Erwachsene) zum feierlichen Amt – für ein kleines Dorf in ländlicher, von Wäldern umgebenen Gegend eine ziemlich beeindruckende Zahl.



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