Geschichte der Pfarrkirche in Wysoka

Die rmisch-katholische Pfarrgemeinde Wysoka ( Wyssoka ) unter dem Patrozinium der hll. Nikolaus und Margareta gehrt zu den ltesten Pfarrgemeinden in ganz Schlesien. Erste Spuren, die die Existenz einer Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Margareta belegen, stammen bereits aus dem Jahr 1339. Der Kirche stand damals ein Pfarrer namens Nikolaus vor, dessen Amtszeit mindestens bis 1369 dauerte. An stelle des ersten Gotteshauses wurde im Jahr 1418 aus heute unbekannten Grnden einen neue hlzerne Pfarrkirche errichtet, die der Gemeinde lange Jahre diente.

Hl. Nikolaus - Bischof von Myra, und Hl. Margareta - Mrtyrerin aus Antiochia, sind folglich vom Beginn an Patrone der Pfarrkirche in Wysoka. Da sich der Kult um die zwei Heiligen besonders stark im Mittelalter entwickelt hat, kann dies einer der Grnde fr die Wahl dieser Heiligen als Patrone unserer Kirche sein. Hl. Nikolaus lebte um 350 als Bischof von Myra – einer Stadt in Kleinasien (heute Trkei). Sein Kult verbreitete sich rasch in der ganzen damaligen christlichen Welt. Man verehrte ihn als Schutzpatron der Segler, Schneider, Weber, Metzger, Notare, Anwlte und Schler, darber hinaus wurde er als gtiger Mensch angesehen, der seine Nchsten beschenkte. Hl. Margareta starb um das Jahr 307 einen Mrtyrertod, weil sie von ihrem christlichen Glauben nicht abrcken wollte. Von den Anfngen der Pfarrei ist wenig berliefert. Das Jahr 1418 als Baujahr der Holzkirche ist lediglich dank einer in den Balken der Sdtr eingeritzten Zahl bekannt. Die erste schriftliche Erwhnung fand sie im Jahr 1447, als der oppelner Erzdiakon Nikolaus Wolff eine Zahlung fr den Hl. Stuhl eingenommen hatte. Die Pfarrkirche in Wysoka wurde im Mittelalter von Einwohnern aus Wysoka, Wachowice, Grodzisko und Sowczyce besucht, belegt ist ferner, dass es sptestens seit 1560 eine Filialkirche in Wachw ( Wachow ) gab, zu der auch die Bewohner von Lena ( Leschna ) gehrten. Eine weitere Filialkirche, die auch von Gemeindemitgliedern aus Kontne besucht wurde, gab es seit 1586 in omnica ( Lomnitz ). Zu der Pfarrkirche in Wysoka gehrte bereits vor 1655 eine katholische Schule, in der der Organist Grzegorz Fabianek als Lehrer fungierte. Ausfhrlichere Informationen ber das Gotteshaus in Wysoka findet man erst im Protokoll von der Kirchenvisitation im Jahr 1679. Darin wurde vermerkt, dass der Kirchenbau 28 Ellen lang und 9 Ellen breit war, an das Langhaus war eine Sakristei angeschlossen, im Kircheninneren befanden sich drei Altre: der Hauptaltar war den Kirchenpatronen geweiht, die zwei Seitenaltre der hl. Anna und der Muttergottes. Pfarrer der Gemeinde war damals Jakub Ignacy Bothulides. Die Pfarrkirche stand unter der Aufsicht des Magistrats der Stadt Olesno ( Rosenberg ). Weitere Details stammen aus dem Visitationsprotokoll von 1720, aus dem hervorgeht, dass sich am Hauptaltar ein Tabernakel befand, in dem ein Ziborium aufgehoben wurde. Zur Ausstattung der Kirche gehrten ferner: ein ewiges Licht, ein Beichtstuhl, eine Osterkerze, ein Baldachin, eine Monstranz und ein hlzernes Taufbecken. Um diese Paramente kmmerte sich Pfarrer Piotr Pawe Kos. Die Kirche bestand in dieser Gestalt bis 1752. In jenem Jahr wurde unter Pfarrer Josef Justus Rendschmidt ein neues Prsbyterium gebaut. Im Jahr 1755 wurde ein Turm errichtet, die Glocke hierfr spendete der aus Wysoka stammende Prlat aus Olesno Pater Dominik Respondek CRL. Zur Amtszeit von Jan Feliks Jarosch (1772–1828) wurde Wysoka Sitz eines Dekans und zweier Vikars (Kempski und Wontrobka), die zusammen mit dem Pfarrer ein hlzernes Pfarrhaus neben der Kirche bewohnten. Erst im Jahr 1836 wurde durch den Einsatz von Pfarrer Josef Mazur das gemauerte, bis heute existierende Pfarrhaus gebaut. Angeregt durch Pfarrer Anton Wei wurde im Jahr 1867 in der Spitze des Glockenturms ein metallenes Behltnis zur Aufbewahrung wichtiger Dokumente platziert. Da die Holzkirche fr die groe Pfarrei zu klein wurde, begann man schon im 19. Jh. ernsthaft ber einen Neubau nachzudenken. Pfarrer Wiktor Ganczarski begann bereits 1894 mit der Geldsammlung, der nchste Pfarrer, Franciszek Kunze, beauftragte den Architekten Skaletz aus Kluczbork mit der Erstellung eines Entwurfs im neogotischen Stil. Doch weder dieser noch der nachfolgende Entwurf des oben genannten Architekten wurden von der Breslauer Kurie nicht akzeptiert. Den Zuschlag bekam schlielich der Architekt Ebers, der eine neoromanische Kirche entworfen hatte. Der Kirchenneubau in Wysoka begann mit dem ersten Spatenstich des Pfarrers Kunze am 12. Juli 1906. Die Bauleitung wurde Herrn Franciszek Schultz anvertraut. Bereits am 7. Oktober wurde feierlich der Grundstein gelegt. Die Bauarbeiten schritten sehr schnell voran, alle Arbeiten beaufsichtigte Hr. Wieczorek, die Zimmermannsarbeiten Hr. Kobiolka, die Fenster stellte Adolf Seiler her, die Tren bauten Hr. Nowak und Hr. Prudlo ein, die Bauschlosserei beaufsichtigte Hr. Lublinski. Dank des enormen Engagements der ganzen Pfarrei und vor allem der Einwohner von Wysoka konnte die feierliche Weihe des neuen Gotteshauses durch den Dekan Kolanus aus Bodzanowice bereits am 15. Dezember 1907 vollzogen werden. Die Predigt in deutscher Sprache hielt der Katechet Joachim Faflok aus Olesno, jene in polnischer Sprache Pater Alfons Rogosch OFM aus Borki Wielkie. Die neue Kirche war ausgerichtet auf 4000 Glubige. Die baufllige Holzkirche wurde abgerissen. Die Konsekration der neuen Pfarrkirche in Wysoka wurde am 8. Juli 1913 vom Bischof Karol Augustyn zelebriert. Seitdem dient die neoromanische Pfarrkirche den Glubigen zuverlssig, da sie mithilfe der Gemeindemitglieder und nachfolgender Pfarrer vorbildlich in Stand gehalten wird. Tumaczenie: Maria Zmuda



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