Geschichte der Filialkirche in Wachow.

Die Kirche in Wachow gehört zur Pfarrei Wysoka. Zu dieser Filialkirche gehören die Dörfer Wachow und Lesna sowie die Ortschaften Korzonki, Ameryka, Kuznica und Nowy Wachow. Wachow wird das erste Mal 1244 schriftlich erwähnt, Lesna im Jahr 1300. Die nächste Notiz stammt von 1557 und bezieht sich auf beide Dörfer, weil beide zu dieser Zeit der Fam. Wachowski gehörten. In den Folgejahren wechselten die Besitzer in rascher abfolge (Fam. Sobottendorf, Ortontowski, Schaff, Cebulka, Sommerfeld von Falkenhain).

Die Filialkirche des Hl. Laurentus in Wachow wird erstmalig 1679 in den Akten der oppelner Erzdiözese genannt. Darin wird die Kirche als Altbau beschrieben, der 20 Ellen lang und 10 Ellen breit sei, zwei Glocken besitze, kein Tabernakel und lediglich 3 Fenster habe. Der damalige Pfarrer von Wysoka, Jakub Ignacy Bothulides, fügte hinzu, dass das Gotteshaus alt, finster und renovierungsbedürftig sei. Es sind zwar keine früheren Dokumente erhalten geblieben, es gilt jedoch als sicher, dass die Kirche mindestens 150 Jahre früher errichtet wurde, da sie sonst nicht als alt bezeichnet würde. 1706 wurde unter der Leitung von Pfarrer Piotr Pawel Kos eine neue, größere Kirche erbaut. Wahrscheinlich wurde der Neubau nötig, weil die Kirche zu alt und zu klein wurde, ein möglicher Grund ist auch deren Zerstörung – es gibt jedoch keine Unterlagen, die dies belegen würden. Es ist allerdings überliefert, dass die Orgel (Positiv) für den Kirchenneubau Gottfried Ludwig von Schimonsky stiftete. Beide Filialdörfer hatten nach der Erbauung der neuen Kirche keinen stetigen Besitzer, bis Wachow dem Herzog von Raciborz zufiel und Lesna in den Besitz der Familie von Walhofen überging. Die zweite Hälfte des 18. Jh. war in Schlesien durch die deutsche Kolonisation unter Friedrich II geprägt. Die Kolonien: Korzonki (Rodland) und Nowy Wachow (Neu Wachow) sind vermutlich in dieser Zeit entstanden. Die Pfarrei Wysoka zählte im Jahr 1895 3712 Katholiken und 32 Protestanten. In Wachow lebten 381 katholische Christen und 6 evangelische, und in Lesna (zusammen mit Korzonki und Nowy Wachow) 377 Katholiken und 11 Protestanten. Den 1. Weltkrieg überstand die hölzerne Kirche mit Gottes Hilfe unversehrt. Am 24.07.1938 wurde auf hiesigem Friedhof ein neues Kreuz durch den damaligen Pfarrer Antoni Kaleja geweiht. Auch im 2. Weltkrieg entstanden am Kirchenbau keine größeren Schäden. Am 29.05.1949 konnte Pfarrer Kaleja drei weitere neue Kreuze weihen. Drei Jahre später wurden unter der Leitung desselben Pfarrers gründliche Renovierungsarbeiten an der Kirche durchgeführt. In der Nähe der Kirche befand sich ein alter Stall, den Pfarrer Reinhold Klein im Jahr 1975 zum damals für den Religionsunterricht benötigten Raum umbauen ließ. Ein Jahr später wurde das Kirchendach über dem Presbyterium und der Sakristei neu gedeckt und das Bauholz konserviert. Die den Kirchenbau gefährdenden Bäume wurden gefällt. Die nächste Instandsetzung führte Pfarrer Mrochen durch. Im Jahr 1982 wurde das Kircheninnere neu gestrichen (Hr. Buhl aus Krosnica), auch die Altarvergoldung sowie die Rahmen der Kreuzwegstationen wurden erneuert. Im Jahr darauf wurde der Bau neu gedeckt, der Kirchenplatz erhielt eine Umzäunung und das Kircheninnere wurde konserviert. Als man 1984 den Boden der Kirche auswechselte, entdeckte man unter dem Gotteshaus eine alte Grabstätte und fand ein deutsches, in gotischer Schrift verfasstes Dokument von 1840, welches den Austausch des Bodenbelags in diesem Jahr beschrieb. Bei der Renovierung des Kirchturms, die auch 1984 stattfand, fand man ein polnisches Dokument vom 14.07.1913, das die damalige Renovierung belegt. Nach Beendigung beider Renovierungen wurden beide Dokumente durch aktuelle Schriften ersetzt, wobei man die alten in die Pfarrchronik aufgenommen hat. 1984 wurden auch neue Kirchbänke eingekauft (vom Hr. Bartodziej aus Slawiecice). 1987 verlegte man einen neuen Bürgersteig und errichtete eine neue Treppe vor der Kirche. 1990 wurde ein Glockenturm mit einer Glocke aufgestellt. 1992 wurde die Elektroinstallation erneuert, 1994 errichtete man einen Parkplatz vor der Kirche und im Jahr 1997 installierte man eine Außentonanlage für den Kirchenplatz, auf dem am Feldaltar die Hl. Messe unter Mitwirkung zahlreicher Gläubiger aus dem Umland gehalten wird. In den letzten Jahren erhielt die Kirche eine Heizanlage sowie eine neue Elektroinstallation. Die Filiale Wachow ist berühmt durch zahlreiche Berufungen zum Priesterstand. Es stammen von hier: Pfr. Roch Lysy († 1992 in D³ugomilowice), Pfr. Karol Lysy († 2003 in £ubniany). Pfr. Leon Nowak (D±brówka) und Pfr. Franciszek Abrahamczik [Allner] (Bayern). Zu den wertvollen Antiquitäten der Filialkirche zählen: ein Kreuz aus dem 15. Jh. (befindet sich im Diözesanarchiv in Oppeln), eine Polychromie im Presbyterium aus dem 18. Jh. (Darstellung der Apotheose des Hl. Wawrzyniec), in den Deckenkassetten Szenen aus dem Leben des Hl. Wawrzyniec (geschaffen 1950 vom Machwitz aus Zabrze). Die Kirche wird nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Für den Erhalt der Kirche und deren Umgebung, zu der auch zwei Friedhöfe zählen, sorgen die Einwohner von Wachow (265 Personen) und Lesna (167 Personen). Die unmittelbare Sorge um das Wohl des Gotteshauses obliegt Fr. Agata Pi±tek, die seit 1989 die Funktion der Mesnerin inne hat. Sie ist zuständig für die Öffnung und Schließung des Gotteshauses und sorgt für die Sauberkeit der Räumlichkeiten und der liturgischen Bekleidung. Dank ihres Engagements haben wir stets wunderschön geschmückte Altäre. T³umaczenie: Maria Zmuda



wykonanie: blackgoose.pl © Parafia Wysoka 2006-2019