Die Geschichte der Filialkirche in Kolonia Lomnicka

In den Jahren 1958–63, einer schwierigen Zeit unter kommunistischer Herrschaft, beschloss Dekan Antoni Kaleja aus Dank für die Verschonung der Pfarrei von den Gräueln des 2. Weltkrieges, eine Kirche in der Kolonie zu bauen. Seinen ersten Antrag an die Oppelner Kurie stellte er am 27.02.1957.

Der Dekan begründete seinen Antrag damit, dass die Gemeindemitglieder aus Klekotna und der Kolonie einen sehr weiten Weg in die Pfarrkirche hätten, und dass schon unter deutscher Herrschaft ein Bauvorhaben geplant gewesen wäre, dieses jedoch von dem Naziregime, das die propolnisch eingestellte Bevölkerung diskriminierte, nicht zugelassen worden sei. Dieses Argument überzeugte. Am 21.06.1957 wurde die Übereignung von Bauplätzen zur Errichtung einer Kirche genehmigt. Sie wurden von Fr. Maria Sygula geb. Mann und Fr. Anastazja Krupa gespendet. Die Baugenehmigung seitens der Regierung der Woiwodschaft traf am 04.08.1957 ein. Die feierliche Grundsteinlegung fand im Beisein von Bischof Franciszek Jop am 03.08.1957. Die Weihe des neuen Gotteshauses führte am 09.06.1963 der ehemalige Administrator der Pfarrei Wysoka, Bischof Waclaw Wycisk durch.

Architekt der Kirche war Dipl.-Ing. Wojciech Stypulowski, M.A. mit seinem Team. Die Bauleitung übernahm Meister Klemens Lysy aus Lesna, Bauführer war sein Bruder Antoni Lysy – Vater von zwei Priestern. Die Kirche ist 30,3 m lang, 20,2 m breit und 11,4 m hoch, der Turm hat zusammen mit der Turmspitze, die 2,4 m hoch ist, eine Höhe von 44,9 m.. Die Kirche ist dreischiffig, das Presbyterium ist um 7 Stufen erhöht. Der Kirchensockel ist aus Stein, das Dach war zunächst mit Keramik gedeckt, doch nachdem an Sylvester 1977/78 ein Sturm das Dach abdeckte, wurde es mit Zinnblech neu gedeckt. In der Kirche befand sich anfangs eine aus Beton gegossene Muttergottes-Statue. Diese wurde durch eine von Richard PRESTEL gestiftete und direkt aus Fatima kommende Figur ersetzt. Die Betonfigur fand einen neuen würdigen Platz vor der Kirche. Dank Pfarrers J.Mrochen Bemühungen erhielt die Kirche in dieser Zeit auch eine neue, durch Herrn Piotr Klosek ausgeführte Innenausstattung. Es ist sehr verwunderlich, dass die Kirche der Muttergottes von Fatima geweiht wurde – ein beispielloses Ereignis in der Zeit feindlicher Einstellung des kommunistischen Regimes. Heute ist die Kirche in der ganzen Umgebung aufgrund der regelmäßigen Fatimaandachten bekannt.

Die Kolonie Tellsruhe (heute Kolonia Lomnicka) nahm ihren Anfang am 18. Oktober 1783. Die Muttergottes von Fatima erwählte diesen Ort als einen besonderen Platz für sich. Möge der Oktober als ein Maria geweihter Monat immer Anlass sein, der Entstehung des Ortes zu gedenken und für die spürbaren Zeichen für Gottes Gegenwart im Dorf zu danken.

Dank des Einsatzes aller Einwohner der Gegend können wir in diesem kleinen Sanktuarium jeden Monat viele Pilger zur Fatimaandacht begrüßen. Für die Dekoration des Kircheninneren sorgen engagiert Frau Anna Tomys mit Tochter Brygida Wazny und Krystyna Wieczorek. Um die Sauberkeit der liturgischen Gewänder kümmert sich Frau Rita Suda, Frau Hildegarda Suda öffnet und schließt die Kirche und hilft in der Sakristei. Für die Heizung sind die Herren Walter Tomys und Henryk Wazny zuständig. Organist ist Herr Henryk Gajda. Zum Pfarrgemeinderat gehören Brygida Wa¿ny,Urszula Kus, Dprota Kaleja und Piotr Mruga³a.



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